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Die Aufgaben des Verfahrensbeistands

„Anwalt des Kindes“

in Umgangsverfahren und Verfahren über die Entscheidung und Regelung der elterlichen Sorge

 
Im Rahmen der FamFG Reform wurden die Mitbestimmungsrechte des Kindes im Verfahrensverlauf gestärkt, deshalb kommt der Position des Verfahrensbeistand besondere Bedeutung zu:
 
Er nimmt Kontakt zu den am Verfahren beteiligten Eltern und Kindern auf, sowie ergänzend zu beteiligten Bezugspersonen und Institutionen, um die Interessen des Kindes in Gesprächen festzustellen und in geeigneter Weise in das Verfahren einzubringen.
 
Im Rahmen dieser Aufgaben, die im § 158 FamFG definiert sind, bietet Roger Lebien Verfahrensbeistandschaften an. Die Bestellung des Verfahrensbeistands erfolgt durch das Gericht. Vorraussetzung für die Bestellung ist die Beantragung zur Bestellung durch einen Anwalt der beteiligten Parteien. Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Lebien gerne persönlich zur Verfügung
 
Telefon:  (0241) 46373529
Mobil:      (0152) 25330722
Email:      roger.lebien@gmx.de
 
 
§ 158 FamFG: Verfahrensbeistand
 
(1) Das Gericht hat dem minderjährigen Kind in Kindschaftssachen, die seine Person betreffen, einen geeigneten Verfahrensbeistand zu bestellen, soweit dies zur Wahrnehmung seiner Interessen erforderlich ist.
 
(2) Die Bestellung ist in der Regel erforderlich,
1. wenn das Interesse des Kindes zu dem seiner gesetzlichen Vertreter in erheblichemGegensatz steht,
 
2. in Verfahren nach den §§ 1666 und 1666a des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wenn die teilweise oder vollständige Entziehung der Personensorge in Betracht
kommt,
 
3. wenn eine Trennung des Kindes von der Person erfolgen soll, in deren Obhut es sich befindet,
 
4. in Verfahren, die die Herausgabe des Kindes oder eine Verbleibensanordnung zum Gegenstand haben oder
 
5. wenn der Ausschluss oder eine wesentliche Beschränkung des Umgangsrechts in Betracht kommt.
 
(3) Der Verfahrensbeistand ist so früh wie möglich zu bestellen. Er wird durch seine Bestellung als Beteiligter zum Verfahren hinzugezogen. Sieht das Gericht in den Fällen des Absatzes 2 von der Bestellung eines Verfahrensbeistands ab, ist dies in der Endentscheidung zu begründen. Die Bestellung eines Verfahrensbeistands oder
deren Aufhebung sowie die Ablehnung einer derartigen Maßnahme sind nicht selbständig anfechtbar.
 
(4) Der Verfahrensbeistand hat das Interesse des Kindes festzustellen und im gerichtlichen Verfahren zur Geltung zu bringen. Er hat das Kind über Gegenstand, Ablauf und möglichen Ausgang des Verfahrens in geeigneter Weise zu
informieren. Soweit nach den Umständen des Einzelfalls ein Erfordernis besteht, kann das Gericht dem Verfahrensbeistand die zusätzliche Aufgabe übertragen, Gespräche mit den Eltern und weiteren Bezugspersonen des Kindes zu führen sowie am Zustandekommen einer einvernehmlichen Regelung über den Verfahrensgegenstand mitzuwirken. Das Gericht hat Art und Umfang der Beauftragung konkret festzulegen und die Beauftragung zu begründen. Der
Verfahrensbeistand kann im Interesse des Kindes Rechtsmittel einlegen. Er ist nicht gesetzlicher Vertreter des Kindes.
 
(5) Die Bestellung soll unterbleiben oder aufgehoben werden, wenn die Interessen des Kindes von einem Rechtsanwalt oder einem anderen geeigneten
Verfahrensbevollmächtigten angemessen vertreten werden.
 
(6) Die Bestellung endet, sofern sie nicht vorher aufgehoben wird,
 
1. mit der Rechtskraft der das Verfahren abschließenden Entscheidung oder
 
2. mit dem sonstigen Abschluss des Verfahrens.
 
(7) Für den Ersatz von Aufwendungen des nicht berufsmäßigen Verfahrensbeistands gilt § 277 Abs. 1 entsprechend. Wird die Verfahrensbeistandschaft berufsmäßig geführt, erhält der Verfahrensbeistand eine einmalige Vergütung in Höhe von 350 Euro. Im Falle der Übertragung von Aufgaben nach Absatz 4 Satz 3 erhöht sich die Vergütung auf 550 Euro. Die Vergütung gilt auch Ansprüche auf Ersatz anlässlich der Verfahrensbeistandschaft entstandener Aufwendungen sowie die auf die Vergütung anfallende Umsatzsteuer ab. Der Aufwendungsersatz und die Vergütung sind stets aus der Staatskasse zu zahlen. Im Übrigen gilt § 168 Abs. 1 entsprechend.
 
(8) Dem Verfahrensbeistand sind keine Kosten aufzuerlegen.